Ratgeber · Vom Kundenentwurf zur Figur

Kann ich mein eigenes Konzept für eine Figur mitbringen?

Von Ben · dädd design Atelier Veröffentlicht am
Angeliefertes Konzeptblatt Hechtus Advocatus mit Hauptansicht, Details, Rückansicht und Verpackungsidee Fertige handbemalte Hechtfigur auf einem Sockel
Links das angelieferte Kundenkonzept mit mehreren Ansichten und Details, rechts die fertige Figur. Für ein echtes Objekt werden Form und Sockel neu ausgearbeitet.

Ja. Du kannst mit einer fertigen Zeichnung, einem KI-generierten Bild, einem Charakterblatt oder einem 3D-Entwurf zu uns kommen. Wir prüfen, was davon als Figur funktioniert, entwickeln die Form für den Druck und setzen sie im Atelier um. Wie nah das Ergebnis an deiner Vorlage liegen kann, klären wir vor der Produktion.

Was kannst du mitbringen?

Ein einziges Bild kann schon eine gute Richtung zeigen. Mehr Ansichten helfen, wenn ein Charakter aus jedem Blickwinkel stimmen soll. Besonders nützlich sind:

Es muss kein professionelles Briefing sein. Sag uns einfach, welche Teile deiner Vorlage unverzichtbar sind und wo wir gestalterisch Spielraum haben.

Was passiert mit deinem Konzept?

Der Weg von der Vorlage zum fertigen Stück hat fünf Schritte:

Bei Schrift, Logos und besonders feinen Details besprechen wir vorab, was in der gewählten Größe lesbar umsetzbar ist.

Wichtig: Ein Konzeptbild ist eine gestalterische Vorlage, keine druckfertige Bauanleitung. Änderungen an Statik, Proportionen oder kleinen Details stimmen wir mit dir ab, bevor daraus ein fertiges Stück wird.

Beispiel 1: Der Hecht im Anzug

Beim Hecht war die Figur schon als Bildidee deutlich: ein selbstbewusster Fisch mit Anzug, Monokel und verschränkten Flossen. Unsere Aufgabe war die Übersetzung in eine rundum betrachtbare Figur. Besonders Kopf, Flossen, Mantel und Sockel mussten in 3D als zusammenhängende Form funktionieren. Der digitale Modellstand zeigt diesen Zwischenschritt; das bemalte Stück zeigt, wie die Bildidee als Objekt wirkt.

Graues digitales 3D-Modell des Hechts mit Anzug und Sockel vor der Fertigung Handbemalte Hechtfigur in Seitenansicht mit goldenem Monokel und verschränkten Flossen
Vom digitalen Modell zur bemalten Figur: Die Vorlage wird räumlich aufgebaut und anschließend im Atelier ausgearbeitet.

Beispiel 2: Brian, der Roboter

Bei Brian zeigt ein Charakterblatt ihn von vorn, hinten und von den Seiten, dazu Gesicht, Beschriftung und Sitzpose. Solche Ansichten beantworten viele Fragen, die ein einzelnes Bild offenlässt. Trotzdem muss die Figur für den Druck modelliert werden: Kopf, Hände, Stuhl und kleine Verbindungen brauchen echte Tiefe und Halt.

Charakterblatt des Roboters Brian mit mehreren Ansichten und Detailvorgaben
Das Charakterblatt zeigt Pose, Proportionen, Farben und viele der kleinen Merkmale, die Brian wiedererkennbar machen.

Die Werkstattfotos zeigen die nächsten Schritte: den Resin-Druck mit Stützstrukturen, den gesäuberten Rohling und die beginnende Bemalung. Erst mit den dunklen Fugen, dem Gesicht, den Zeichen und dem Finish bekommt Brian seinen Ausdruck.

Brian als heller Resin-Druck mit Stützstrukturen an der Druckplatte
Resin-Druck: Die Stützen halten die Figur während der Fertigung.
Gesäuberter unbemalter Brian-Rohling auf dem Arbeitstisch
Nach dem Druck: Die Form ist da, Farbe und Charakter folgen.
Brian während der Handbemalung zwischen Pinseln und Farben Fertiger handbemalter Roboter Brian auf seinem Bürostuhl
Vom ersten Farbauftrag zum fertigen Brian: Auch Beschriftung und kleine Akzente gehören zum Charakter.

Wie genau wird die Figur wie die Vorlage?

Wir übernehmen die Merkmale, die den Entwurf ausmachen, so genau wie Material, Größe und Handarbeit es zulassen. Eine zweidimensionale Ansicht verrät aber nicht jede Rückseite und jede Tiefe. Wo die Vorlage offen ist, machen wir einen Vorschlag. Wo ein Detail technisch nicht sinnvoll ist, erklären wir die nötige Anpassung. Du siehst die Richtung, bevor die eigentliche Fertigung beginnt.

Auch eigene Motive, Schriftzüge und Logos kannst du einreichen, sofern du sie für dieses Projekt verwenden darfst. Wenn du nur eine grobe Idee hast, entwickeln wir die Gestaltung gemeinsam weiter. Wie dieser Weg ohne fertige Vorlage aussieht, liest du im Ratgeber zur Maskottchenentwicklung.

Deine Idee im Atelier

Schick uns dein Konzept.

Zeig uns deine Vorlage und erzähl uns, was dir daran besonders wichtig ist. Wir sagen dir, wie sich daraus eine Figur machen lässt und welche Schritte dafür nötig sind.

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